Reisetagebuch Mauritius – Auch im Paradies regnet es

Elisabeth Konstantinidis/Mauritius: Der Morgen beginnt zwar nicht mit einem Sonnenschein am Himmel, doch mit einem strahlenden Lächeln auf meinen Lippen.

Obwohl das Wasser nicht gerade Badewassertemperatur trägt genieße ich das kühle Nass in der Früh um meinen Kreislauf ein wenig in Schwung zu bringen. Garantiert würde jeder Andere bei diesem Wetter im Bett liegen bleiben, doch ein Regenguss auf Mauritius ist mit einem Regenschauer in Deutschland nicht vergleichbar.  Der Regen ist zwar da, doch hat man das Gefühl unter einer warmen Dusche zu stehen. Also gar nicht so unangenehm. Eben wie im Paradies.

Nach meinem wirklich genussvollen Frühstück ( diesmal gab es frisch gepressten Orangensaft, frische Früchte wie etwa Kiwi, Papaya, Melonen, Ananas und  Kokosnüsse sowie ein leckeres Müsli) geht es auf eine Abenteuertour quer durch den Frédérica Nature Reserve.

Dort leben etwa 3000 Rehe, 10.000 Fledermäuse, Wildschweine, Affen und Mangusten. Mit einem wahrlich abenteuerlichen Jeep geht es mit einer wunderbaren Truppe und einem wunderbaren Führer Richtung Wildnis.  Es ruckelt und wackelt kräftig, doch das scheint keinem etwas auszumachen. Im Nature Reserve angekommen erleben wir eine wunderbare unberührte Natur und ein für mich einzigartiges Erlebnis. Nach einem kurzen Marsch erreichen wir nämlich einen Wasserfall.

Dort einzutauchen und sich als Teil der Natur zu fühlen – dieser Herausforderung stelle ich mich gerne. Es kostet zwar wirklich ein wenig Überwindung, da man aufgrund des starken Regengusses in der vergangenen Nacht nicht unbedingt den Boden unter den Füßen sieht sondern nur braunes Wasser und Matsch, doch gibt es einem einen Kick der besonderen Art. Gemeinsam mit Philip wage ich dieses Experiment und werde es wohl mein Lebtag nicht vergessen.
Zurück im Hotel genieße ich einen Spaziergang am Strand. Trotz einer frischen Brise und einem leichten Regenschauer genieße ich es meine Füße im Meer einzutauchen. Gerne würde ich diesen Moment der Ruhe einfangen und nie wieder loslassen. Ich schließe meine Augen, höre das Rauschen der Wellen und erlebe diesen sagenhaften Moment mit all meinen Sinnen.

Am Abend geht es dann ins Le Chateau de Bel Ombre. Nachts wird das prachtvolle Herrenhaus, dass mich ganz ehrlich ein wenig an den Film „ Vom Winde verweht  „ erinnert, in warmes Licht getaucht. Das renovierte Herrenhaus des Zuckerbarons Charles Le Telfair entstand in den Jahren zwischen 1816 und 1833 und thront zwischen den weiten, hügeligen Feldern oberhalb des Heritage Golf Clubs.
Dort treffe ich den Managing Director der Heritage Resorts – Jean Luc Naret. Er war bis August vergangenen Jahres Leiter des renommierten Michelin Guides. Seit nunmehr  7 Monaten leitet er dieses wunderbare Resort auf Mauritius. (Das Interview mit Jean Luc Naret in Kürze hier)
Das Le Chateau zeichnet sich durch seine erstklassige, feine Küche aus. Mein Tipp: Nehmen Sie die Möglichkeit wahr das Essen auf der Terrasse des Hauses zu genießen. Die Kombination der wundervollen Aussicht mit der exquisiten  Küche ist ein Genuss. Das Personal des Hauses, wie aber überall in den Heritage Resorts, ist stets bemüht Ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.  Freundlichkeit ist hier sehr groß geschrieben.
Das wird mir auch bei meiner späten Ankunft in meinem Zimmer bewusst. Dort angekommen liegen auf meinem Bett mehrere wunderschöne Blüten. Eine kleine Geste mit einer großen Wirkung. Ohne viel Aufwand dem Gast ein Lächeln zu entlocken und einem das Gefühl zu geben willkommen zu sein. Das versteht das Personal des Le Telfair gekonnt.

Ich kuschel mich zufrieden in mein Himmelbett und hoffe einfach darauf diesen Tag in meinen Träumen nochmals zu erleben. Kann es etwas schöneres geben?

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